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Vulvavaginitis

Eine Entzündung der weiblichen äußeren Genitalien wird Vulvovaginitis genannt. Es ist die häufigste gynäkologische Erkrankung im Kindesalter.

Welche Symptome treten auf?

Es kommt fast immer zu lokalen Beschwerden und Rötungen im Bereich der Vulva. Es kann auch zu vaginalem Ausfluss kommen.

Warum kommt es dazu?

Normalerweise existieren mehrere Keime im Gleichgewicht im Vaginalbereich und verursachen keine Probleme. Unter bestimmten Bedingungen ist dieses Gleichgewicht gestört, so dass eine der beiden Arten stärker wächst und die Krankheit verursacht. In anderen Fällen liegt es daran, dass bestimmte Keime in den Bereich gelangen. Es gibt auch nicht-infektiöse Entzündungen. Diese sind auf lokale Reizungen durch Produkte wie Seifen, Schaumbäder und Parfüms zurückzuführen

Vor der Pubertät ist die Vaginalschleimhaut atrophisch, weil die hormonelle Stimulation fehlt. Sie hat einen alkalischen pH-Wert. Der Introitus der Vagina ist aufgrund der unterentwickelten großen Schamlippen und der fehlenden Schambehaarung weniger geschützt. All dies kann eine Infektion durch Atemwegs- oder Fäkalkeime begünstigen. Sie gelangen durch die Hände oder schlechte Hygienegewohnheiten in den Bereich.

Es sollte auch beachtet werden, dass etwa 6-12 Monate vor der ersten Menstruation natürlich mehr Scheidenausfluss vorhanden ist. Diese verschwindet, wenn sich der Zyklus wieder normalisiert.

Welche Keime sind am häufigsten?

Es handelt sich fast immer um eine unspezifische Vulvovaginitis mit gemischter Bakterienflora.

In einem variablen Prozentsatz können spezifische Bakterien isoliert werden. Dabei handelt es sich hauptsächlich um Keime, die normalerweise im Rachenraum leben. Sie können über die Hände in den Bereich gelangen (Streptococcus pyogenes und seltener Haemophilus influenzae Typ b).

Ursache können auch Würmer, Fremdkörper oder selten sexuell übertragbare Infektionen sein.

Pilze (Candida albicans) sind bei präpubertären Mädchen sehr selten, ohne Risikofaktoren wie Diabetes oder Antibiotikabehandlung (außer bei Windelausschlag bei Säuglingen). Sie können bei pubertierenden Mädchen auftreten. Sie verursachen in der Regel einen juckenden, nicht übelriechenden, käseartigen Ausfluss.

Bei erwachsenen Frauen ist die häufigste Ursache eine bakterielle Vaginose. Sie ist auf die Verdrängung der normalen Vaginalflora durch eine andere zurückzuführen, in der Anaerobier, Mycoplasma hominis und Gardnerella vaginalis überwiegen. Sie erzeugt einen übel riechenden Ausfluss mit geringem Juckreiz.

Wie kann man ihr vorbeugen?

– Unzureichende Hygienemaßnahmen vermeiden. Wischen Sie sich nach dem Stuhlgang nicht von hinten nach vorne ab, um keine Keime aus dem Analbereich zu übertragen. Achten Sie auf gute Hygiene im Genitalbereich.

– Verwenden Sie keine reizenden oder parfümierten Seifen. Eine „Überhygiene“ kann dazu führen, dass die „nützliche“ Flora eliminiert und durch eine krankheitserregende Flora ersetzt wird. Trocknen Sie die Stelle gründlich ab.

– Waschen Sie sich vor und nach dem Toilettengang gründlich die Hände.

Auch enge Hosen sollten Sie vermeiden. Tragen Sie Baumwollunterwäsche (atmungsaktiv).

Wie wird sie diagnostiziert?

Die Diagnose wird anhand des klinischen Erscheinungsbildes gestellt.

In einigen Fällen, insbesondere bei vaginalem Ausfluss, kann es angezeigt sein, eine Probe für eine Kultur zu entnehmen, und je nach Ergebnis kann die sinnvollste Behandlung verordnet werden.

Wie wird sie behandelt?

In leichten Fällen können spezielle Seifen oder Cremes zur Vulvahygiene ausreichen.

Wenn eine spezifische Infektion durch eine Kultur bestätigt wird, kann eine Behandlung angezeigt sein. Je nach Art des Keims kann eine orale Einnahme oder eine lokale Einnahme in Form einer Creme (oder bei älteren Mädchen in Form von Vaginalkapseln) erforderlich sein.

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