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Validationstherapie für Menschen mit Demenz


Alle Mitarbeiter, die Menschen mit Demenz, insbesondere mit fortgeschrittener Demenz, betreuen, wissen, dass dies eine besonders schwierige Herausforderung sein kann. Mit dem Fortschreiten der Erkrankung ziehen sich die Betroffenen immer mehr zurück, lassen niemanden an sich heran und erinnern sich nicht mehr an die jüngsten Ereignisse.

Um den Bedürfnissen der Betroffenen gerecht zu werden, muss das Personal jedoch über Möglichkeiten verfügen, mit ihnen zu kommunizieren – entweder verbal oder nonverbal. Dementia Support schlägt eine weitere Methode vor, die denjenigen, die Menschen mit Demenz betreuen, helfen kann, eine positive Verbindung zu ihnen herzustellen. Diese Methode, die von Naomi Feil in den 1980er Jahren entwickelt wurde, ist als Validationstherapie bekannt und ermöglicht es dem Personal, effektiv auf das Verhalten eines Pflegebedürftigen zu reagieren.

Durch die Anwendung der Validationsmethode kann das Personal Spannungen zwischen sich und den zu Pflegenden abbauen und eine engere Beziehung zu ihnen aufbauen. Ein entscheidendes Element der Validation ist zum Beispiel, dass sie zeigt, dass man sie respektiert und ihre aktuellen Gefühle und den Ausdruck ihrer Emotionen akzeptiert.

Die zentrale Überzeugung und das Ziel der Validationstherapie ist, dass Menschen mit Demenz immer ernst genommen werden sollten – ganz gleich, was sie sagen, fühlen oder wie sie sich verhalten.

Ziele der Validationstherapie

Wenn Sie die Validationsmethode anwenden, stellen Sie eine Verbindung zu den Gefühlen der von Ihnen betreuten Menschen her. Die Kenntnis ihrer Lebensgeschichte spielt daher eine wichtige Rolle bei der Bereitstellung dieser fortgeschrittenen Pflegestufe.

Die Ziele der Validationstherapie vermitteln dem Personal ein Verständnis dafür, was der Ansatz zu erreichen versucht:

Kognitive Ziele: Verbessert die Fähigkeiten der Person
Physische Ziele: Verbessert ihr Wohlbefinden
Emotionale und persönliche Ziele: Bewältigung früherer Konflikte
Soziale Ziele: Verhinderung der sozialen Isolation der Person

Um diese Ziele zu erreichen, sollte das Personal die folgenden Zwischenziele anstreben:

Wertschätzung der Person vermitteln
Identität und Selbstachtung stärken
Würde erhalten
Stress abbauen
Wohlbefinden steigern
Vergangene Emotionen wieder aufleben lassen
Effektive Kommunikation aufbauen
Auf der emotionalen Ebene kommunizieren.

Das Ziel von Dementia Care & Support ist es immer, Managern praktische, schrittweise Ratschläge zu geben, damit sie und ihre Mitarbeiter schnell und effektiv lernen können, wie sie fortschrittliche Pflegetechniken in ihrer täglichen Arbeit anwenden können. Anstatt unnötige Theorie zu vermitteln, geben sie hier ihre schnellen Tipps für die Umsetzung der Validationsmethode in Ihrem Pflegedienst:

Beobachten Sie zunächst die von Ihnen betreute Person

Nach kurzer Zeit werden Sie bestimmte Verhaltensmuster feststellen, die immer wiederkehren. Daran können Sie später anknüpfen.

Vermitteln Sie der Person ein Gefühl der eigenen Wertschätzung

Wertschätzung ist eine Voraussetzung, um ihr Vertrauen zu gewinnen. Sie können Ihre Wertschätzung für sie ausdrücken, indem Sie:

– ihnen Ihre volle Aufmerksamkeit schenken
– ihnen zeigen: „Ich habe Zeit für dich“
– ihre Ausdrucksweise und ihre Körpersprache übernehmen und ihnen zurückspiegeln
– taktil sind und ihnen nahe sind.

Aber übertreiben Sie es nicht und achten Sie darauf, nur echte Gefühle auszudrücken. Auch wenn Demenzkranke oft den Eindruck erwecken, verwirrt und desorientiert zu sein, sind sie doch außerordentlich sensibel für Gefühle und Stimmungen. Sie nehmen den genauen Tonfall Ihrer Stimme und die dahinter stehende Absicht wahr.

Wenn Sie die Validationstherapie anwenden, können Sie eine Reihe von Kommunikationsregeln befolgen, die besonders auf die Gefühle und Verhaltensweisen von Menschen mit Demenz abgestimmt sind. Demenz: Care & Support hat die folgende Checkliste für Sie zusammengestellt, die Sie in Ihrem Pflegeheim verwenden können.

Die Validationstherapie ermutigt Pflegende auch, der Person mit Demenz nicht zu widersprechen und sich stattdessen in ihre Welt hineinzuversetzen, anstatt zu versuchen, sie (meist erfolglos) in die eigene zu bringen.

‚Bei der Validation geht es darum, mit der Person im Moment zu sein‘, erklärt Julia Pitkin, eine der ersten Validationspraktikerinnen in Großbritannien. Korrigiert zu werden, kann dazu führen, dass sich eine Person abgewertet fühlt. Unabhängig davon, ob man es spezielle Pflege oder Validationstherapie nennt, empfehlen beide Ansätze, Ablenkungstechniken zu verwenden, anstatt zu lügen.

Wenn zum Beispiel eine Dienstleistungsnutzerin immer wieder fragt, wo ihr Mann ist, könnten Sie, anstatt sie daran zu erinnern, dass er vor fünf Jahren gestorben ist, sagen: „Das klingt, als ob Sie ihn wirklich vermissen, wie haben Sie sich kennen gelernt? Kann ich ein paar Hochzeitsfotos sehen?‘

Empathie und Respekt sind das Wichtigste, sagen die Befürworter beider Ansätze. Das Gefühl, gehört und unterstützt zu werden, hilft Menschen mit Demenz, ihre Würde wiederzuerlangen und ein größeres Gefühl von Ruhe und Frieden zu empfinden.

Zusammenfassung

Manager und Mitarbeiter sind immer auf der Suche nach neuen Ansätzen, um mit Menschen, die an Demenz leiden, in Kontakt zu treten und zu kommunizieren. Die Validationstherapie ist nicht neu, aber die Vorteile dieses Ansatzes werden jetzt erkannt. Es gibt viel Literatur zu diesem Thema, wenn Führungskräfte daran interessiert sind. Einschließlich: Dementia Care and Support for Care Home Personnel.

Es gibt auch ein Video von Naomi Feil auf YouTube hier.

Albert Cook BA, MA & Fellow Charted Quality Institute
Managing Director

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