Articles

Nicht nur Hookups: Dating floriert auf dem College-Campus

Denken Sie, dass die Romantik tot ist, vor allem auf dem College-Campus, wo Sexkontakte an der Tagesordnung sind? Falsch gedacht, sagen die Autoren einer neuen Studie.

Die Studie mit dem Titel „The Date’s Not Dead After All: New findings on Hooking Up, Dating and Romantic Relationships in College“ befragte 24.000 College-Studenten an 22 Universitäten.

„Es zeigt, dass Gelegenheitssex nicht die einzige Option ist“, sagte Arielle Kuperberg, Assistenzprofessorin für Soziologie an der University of North Carolina in Greensboro, gegenüber NBC News. „Es gibt viele Menschen, die traditionellere Verabredungen haben und langfristige Beziehungen führen. Studenten sollten also nicht das Gefühl haben, dass sie von romantischen Beziehungen ausgeschlossen werden, wenn sie nicht an der „hookup culture“ teilnehmen wollen.“

Sonderbericht: Holen Sie sich Tipps und Ratschläge zum College bei The College Game Plan

Verheiratete Medizinstudenten küssen sich nach dem Matching mit Krankenhäusern im März 2015 in Irvine, Kalifornien. Mark Boster / LA Times via Getty Images

Kuperberg ist Mitautor der Studie, die Anfang dieser Woche veröffentlicht wurde. Zu den weiteren Ergebnissen gehören:

Mythos 1: Die Dating-Kultur hat das Dating auf dem Campus zerstört.

Die Studie zeigt, dass die Verabredungsrate und die Häufigkeit des Aufreißens im Wesentlichen gleich sind: 62 Prozent der College-Studenten hatten ein Date, 61 Prozent hatten ein Date. Nur eine sehr kleine Anzahl von Studenten, nämlich nur 8 Prozent, hatte zwar ein Date, aber noch nie eine herkömmliche Verabredung oder eine romantische Beziehung gehabt.

Mythos 2: Abschleppen passt zu denen, die wenig Interesse an langfristigen Beziehungen haben.

„Auch wir haben geglaubt, dass Männer eher an Gelegenheitssex als an langfristigen Beziehungen interessiert sind“, so Kuperberg. „Wir haben festgestellt, dass es Geschlechterunterschiede gibt. Männer wollen mehr Sex als Frauen. Aber im Großen und Ganzen wünschen sich beide viel mehr langfristige Beziehungen.“ Die Autoren fanden heraus, dass nicht nur 67 Prozent der weiblichen Befragten sagten, sie wünschten sich mehr Gelegenheiten für langfristige romantische Beziehungen, sondern sogar 71 Prozent der männlichen Studenten waren dieser Meinung.

Mythos 3: Sich mit Fremden zu treffen führt zu ungeschütztem Sex.

Kuperberg fand heraus, dass starker Alkoholkonsum, Marihuanakonsum und eine gute Kenntnis des Partners zu ungeschütztem Sex während einer Affäre beitragen. Wenn Studenten mit der Person, mit der sie sich verabredet hatten, befreundet waren oder wiederholt mit demselben Partner Sex hatten, war die Wahrscheinlichkeit, dass sie ein Kondom benutzten, geringer, aber auch die Wahrscheinlichkeit, dass sie zu viel getrunken hatten. Die Autoren vermuten, dass eine größere Vertrautheit ein falsches Gefühl der Sicherheit und ein größeres Vertrauen erzeugt, das zu mehr ungeschütztem Sex führt.

Mythos 4: Mit dem Aufreißen ist es aus und vorbei.

„Als wir die Leute nach ihrem letzten Mal gefragt haben, hatten sie im Durchschnitt bereits das vierte Mal mit der gleichen Person Sex“, fand Kuperberg heraus. Ein Fünftel der Befragten gab an, dass sie ihren Partner „sehr gut“ kannten, bevor sie ihn abschleppten. Es handelte sich also nicht immer nur um eine einzige Nacht, sondern eher um den Beginn einer längerfristigen Beziehung.

Play

  • Twitter
  • Embed

autoplay autoplay

Aufreißen und Romantik schließen sich keineswegs aus: Das National Marriage Project an der University of Virginia hat herausgefunden, dass 32 Prozent der Ehen mit einem Seitensprung begannen.

Lisa Heffernan ist Mutter einer College-Studentin und zweier frischgebackener Absolventen. Sie ist Autorin und Mitbegründerin von Grown and Flown, einer Website für Eltern von 15- bis 25-Jährigen.

Eine Antwort schreiben

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.