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FASB, Financial Accounting Standards Board.

Ab nächstem Jahr werden öffentliche und private Unternehmen sowie gemeinnützige Organisationen leichter entscheiden können, wie sie aufgegebene Geschäftsbereiche bilanzieren sollen.
Ein neuer FASB-Rechnungslegungsstandard, der 2015 in Kraft tritt, wird die komplexen Umsetzungsrichtlinien für aufgegebene Geschäftsbereiche aus den U.S.. Ein neuer FASB-Rechnungslegungsstandard, der 2015 in Kraft treten soll, wird die komplexen Umsetzungsrichtlinien für aufgegebene Geschäftsbereiche aus den US-amerikanischen Generally Accepted Accounting Principles (GAAP) streichen und stattdessen ein neues, leichter verständliches Prinzip einführen.
Nach diesem Prinzip werden nur Geschäftsveräußerungen, die strategische Verschiebungen darstellen, die einen wesentlichen Einfluss auf die Geschäftstätigkeit und die Finanzergebnisse eines Unternehmens haben, als aufgegebene Geschäftsbereiche ausgewiesen. Beispiele hierfür sind die Veräußerung eines wichtigen geografischen Gebiets, eines wichtigen Geschäftszweigs oder einer wichtigen Beteiligung nach der Equity-Methode.

Ein aufgegebener Geschäftsbereich kann allgemein als ein Geschäft – oder ein Bestandteil eines Geschäfts – beschrieben werden, das die Organisation bereits aufgegeben hat oder dessen Aufgabe sie plant.

Ein aufgegebener Geschäftsbereich kann grob als ein Geschäft – oder ein Bestandteil eines Geschäfts – beschrieben werden, das die Organisation bereits aufgegeben hat oder dessen Aufgabe sie plant.
Nach dem neuen Standard werden Investoren, Kreditgeber und andere Nutzer von Jahresabschlüssen von erweiterten Angaben profitieren, die mehr Informationen über die Vermögenswerte, Verbindlichkeiten, Erträge und Aufwendungen von aufgegebenen Geschäftsbereichen liefern werden.
Die neue Leitlinie wird auch die Angabe des Ergebnisses vor Steuern erfordern, das der Veräußerung eines wesentlichen Teils einer Organisation zuzurechnen ist, die nicht die Voraussetzungen für die Berichterstattung über aufgegebene Geschäftsbereiche erfüllt. Diese Offenlegung wird den Anwendern Informationen über die laufenden Trends in den Ergebnissen einer berichtenden Organisation aus fortgeführten Geschäftsbereichen liefern.
Das FASB hat den neuen Standard am 10. April veröffentlicht.

Organisationen können die Vorteile der neuen Richtlinie nutzen, indem sie sie früher anwenden (auch wenn dies vor dem 15. Dezember 2014 geschieht) für alle neu geplanten Veräußerungen von aufgegebenen Geschäftsbereichen

Für börsennotierte Unternehmen mit Kalenderjahresende tritt der neue Standard im ersten Quartal 2015 in Kraft. Für die meisten privaten Unternehmen und gemeinnützigen Organisationen gilt er für Jahresabschlüsse mit Geschäftsjahren, die am oder nach dem 15. Dezember 2014 beginnen. Organisationen können jedoch von den neuen Leitlinien profitieren, indem sie sie früher (auch vor dem 15. Dezember 2014) für alle neu geplanten Veräußerungen von aufgegebenen Geschäftsbereichen übernehmen.
Die Änderungen an der Definition eines aufgegebenen Geschäftsbereichs ähneln der Definition in IFRS 5, Zur Veräußerung gehaltene langfristige Vermögenswerte und aufgegebene Geschäftsbereiche, die besagt, dass ein aufgegebener Geschäftsbereich einen separaten Hauptgeschäftszweig oder geografischen Geschäftsbereich darstellen sollte.
Im Gegensatz zu IFRS 5 enthält die neue Leitlinie jedoch einen Grundsatz für die Berichterstattung über aufgegebene Geschäftsbereiche, der auf dem Konzept einer bedeutenden strategischen Verlagerung basiert, sowie mehrere Illustrationen, die weitere Anhaltspunkte für die Auslegung dieses Grundsatzes in spezifischen Beispielen liefern.
Schließlich erfordern die Änderungen in dieser Aktualisierung bestimmte Angaben im Anhang zu einzelnen wesentlichen Bestandteilen einer Organisation, die nicht für die Berichterstattung über aufgegebene Geschäftsbereiche qualifizieren. Diese Angaben sind nach IFRS 5 nicht erforderlich.

Der Standard war ein Ergebnis der Information von Interessengruppen an das FASB, dass zu viele Veräußerungen für die Darstellung von aufgegebenen Geschäftsbereichen qualifizieren

Der Standard war ein Ergebnis der Information von Interessengruppen an das FASB, dass zu viele Veräußerungen für die Darstellung von aufgegebenen Geschäftsbereichen qualifizieren, einschließlich routinemäßiger Veräußerungen von kleinen Gruppen von Vermögenswerten. Nach den bestehenden GAAP kann ein aufgegebener Geschäftsbereich beispielsweise ein berichtspflichtiges Segment, ein Geschäftssegment, eine Berichtseinheit, eine Tochtergesellschaft oder eine Gruppe von Vermögenswerten umfassen.
Viele äußerten auch die Sorge, dass die umfangreichen Umsetzungsleitlinien und Illustrationen zur Anwendung der aktuellen Definition von aufgegebenen Geschäftsbereichen komplex und schwierig anzuwenden sein könnten. Andere kritisierten die begrenzten Informationen über aufgegebene Geschäftsbereiche, da sich die bestehenden Angaben in erster Linie auf die Gewinn- und Verlustrechnung konzentrieren.
Aufgegebene Geschäftsbereiche sind auch ein Thema, mit dem sich das FASB im Rahmen seiner Vereinfachungsinitiative (die in der letzten Ausgabe erwähnt wurde) befasst hat, um die Komplexität der Rechnungslegungsvorschriften zu verringern.
Weitere Einzelheiten über den neuen Standard finden Sie im FASB in Focus und in einem Video mit FASB-Mitglied Tom Linsmeier und Projektleiter Phil Hood.

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