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Chirurgische Behandlung der Uterusseptumbildung bei primärer Unfruchtbarkeit und vor der Anwendung assistierter Reproduktionstechnologien

Die Uterusseptumbildung ist die häufigste angeborene Uterusfehlbildung bei Frauen mit Unfruchtbarkeit. Es gibt mehrere Kriterien für die Definition von Uterusseptaten, wie z. B. die von der European Society of Human Reproduction and Embryology (ESHRE)/European Society for Gynecological Endoscopy (ESGE) (ESHRE/ESGE) oder von der American Society for Reproductive Medicine (ASRM) vorgeschlagenen, die sich jedoch deutlich voneinander unterscheiden. Kürzlich wurde von den Congenital Uterine Malformations Experts (CUME) eine vereinfachte Klassifizierung vorgeschlagen, bei der ein Septum als eine innere Einbuchtung mit einer Tiefe von mehr als 10 mm definiert wird. Bis heute gibt es keinen Konsens über die Behandlung von Frauen mit einem Uterus septum und Unfruchtbarkeit. Wir haben eine umfassende Literaturauswertung vorgenommen und alle verfügbaren internationalen Leitlinien geprüft, um eine Behandlungsstrategie für unfruchtbare Patientinnen mit einem Uterusseptum vorzuschlagen. Die hysteroskopische Septuminzision scheint die natürliche Empfängnisrate im Jahr nach dem Eingriff zu verbessern. Darüber hinaus verbessert sie die Ergebnisse der In-vitro-Fertilisation (IVF), wenn sie vor dem Embryotransfer durchgeführt wird, indem sie die Einnistungsraten der Embryonen erhöht. Bei Patientinnen mit einer gewölbten Gebärmutter (Einbuchtung<1,5 cm nach den ASRM-Leitlinien) und Unfruchtbarkeit scheinen hingegen assistierte Reproduktionstechnologien die am besten geeignete Erstlinienbehandlung zu sein. In Fällen von wiederholtem Implantationsversagen oder wiederholtem Schwangerschaftsverlust nach IVF könnte jedoch eine hysteroskopische Sektion vorgeschlagen werden. Insgesamt empfehlen wir die hysteroskopische Septuminzision für Patientinnen mit primärer Unfruchtbarkeit und für Patientinnen, die sich assistierten Reproduktionstechnologien unterziehen.

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